Iserlohn. Mit Verärgerung reagiert die CDU-Fraktion darauf, dass die Wildgänseproblematik die Gremien der Stadt Iserlohn nun zum wiederholten Mal beschäftigt, ohne jedoch zu überzeugenden Ergebnissen zu gelangen. Vielmehr entwickelt sich ein “Ping-Pong-Spiel” zwischen der Stadt Iserlohn und dem Märkischen Kreis.
Im März 2022 hatten die Fraktionen von CDU und FDP einen entsprechenden Antrag gestellt, nachdem die Beschwerden aufgrund der Verschmutzungen durch Gänsekot im Bereich des Seilersees, der Lennepromenade und des Volksgartens Letmathe zunahmen. “Dies stellt auch ein Gesundheitsrisiko dar, gerade auch wenn ich an die Spielplätze denke”, betont Eva Kirchhoff, erste stellvertretende Bürgermeisterin, die das Thema bereits vor mehr als vier Jahren erstmal kritisch in die Diskussion gebracht hatte. In vier Drucksachen wurden verwaltungsseitig Maßnahmen erarbeitet, um der Problematik zu begegnen. Ohne Ergebnis! Besonders ärgerlich und auch gesundheitsgefährdend sind die Verunreinigen auf den Liegewiesen und im Wasser des Freibades, auf dem Sportplatz und nicht zuletzt im Sand der Kinderspielplätze am Seilersee und im Volksgarten.
„Wir sind hier leider keinen entscheidenden Schritt weitergekommen und die Betroffenen leiden weiterhin unter den unhaltbaren Zuständen“, unterstreicht Fraktionsvorsitzender Fabian Tigges die Verärgerung seiner Fraktion. Die jüngste Vorlage für die kommende Sitzung des Haupt- und Personalausschusses Anfang Dezember sieht erneut die konsequente Umsetzung des Fütterungsverbots und die Vergrämung der Tiere vor. “Doch was heißt das konkret und was bedeutet es in der Wirklichkeit?” Ein weiterhin durchgeführtes sogenanntes Monitoring der Maßnahmen soll nun bis Ende des Jahres 2025 durchgeführt werden. “Ergo tut sich nichts und es fühlt sich niemand dafür zuständig, Abhilfe zu schaffen. Warum?“, fragt Fabian Tigges im Namen seiner Fraktion.
Denn: aus Sicht der CDU-Fraktion war die Verwaltung bei den vorgeschlagenen, wirksamen Maßnahmen im letzten Jahr schon ein ganzes Stück weiter. Für die Sitzung des Haupt- und Personalausschusses am 30. Mai 2023 verweist die damalige Verwaltungsvorlage u.a. auf die Möglichkeit zur Bejagung in den zugelassenen Bezirken zu den dafür vorgesehenen Zeiten. Umgesetzt wurde es jedoch nicht.
Mit einem Monitoring der Maßnahmen bis 2025 verschiebt man das Problem um mindestens ein weiteres Jahr. Zur Eröffnung der Freibadsaison am Seilersee in diesem Jahr ist von Seiten des Vereins erneut auf die unhaltbaren Zustände durch den Gänsekot hingewiesen. Unter hygienischen Gesichtspunkten ist das den Nutzerinnen und Nutzern des Freibades nicht zuzumuten und es ist zu befürchten, dass sich das auch für die Freibadsaison 2025 nicht ändern wird. „Für die CDU-Fraktion ist diese Vorgehensweise so nicht akzeptabel. Wir erwarten Maßnahmen, die auch endlich Wirkung zeigen!“ so Tigges abschließend.