CDU Iserlohn

Pflegekräfte dringend gesucht: Nach Besuch der Pflegeschule bringt CDU konkrete Unterstützung auf den Weg

Pflegekräfte dringend gesucht: Nach Besuch der Pflegeschule bringt CDU konkrete Unterstützung auf den Weg

Wie können Pflegeausbildung und Fachkräftesicherung in Iserlohn gestärkt werden? Mit dieser Frage besuchte der Arbeitskreis Gesundheit und Soziales der CDU-Fraktion Iserlohn die Pflegeschule der Märkischen Seniorenzentren GmbH.
Im Austausch mit Schulleiterin Frau Schulz-Meyer und der stellvertretenden Schulleiterin Frau Bettnarek informierten sich die Mitglieder des Arbeitskreises über die aktuelle Situation der generalistischen Pflegeausbildung und die Herausforderungen im Ausbildungsalltag.
Dabei wurden insbesondere zwei Themen deutlich, bei denen kurzfristig Verbesserungen angestoßen werden können.
Ein Schwerpunkt des Gesprächs war die Suche nach geeigneten Praxiseinsatzstellen im Bereich der Kinder- und Jugendpflege. Da entsprechende Ausbildungsabschnitte inzwischen auch in Kindertageseinrichtungen absolviert werden können, sieht die CDU-Fraktion hier konkrete Möglichkeiten zur Unterstützung.„Pflegeausbildung gelingt nur, wenn Theorie und Praxis Hand in Hand gehen. Unser Ziel ist es, bestehende Hürden gemeinsam mit den Einrichtungen abzubauen und dort, wo es möglich ist, auf kurzem Weg Unterstützung zu organisieren. Gerade angesichts des Fachkräftemangels müssen wir jede Möglichkeit nutzen, um den Ausbildungsstandort Iserlohn zu stärken“, betonen die Arbeitskreisleiter Nicolai Altnickel und David Lammich.
Aus dem Gespräch heraus wurde bereits eine konkrete politische Initiative angestoßen. Die CDU-Fraktion hat eine Anfrage für den Jugendhilfeausschuss eingereicht. Darin soll geprüft werden, ob und in welchem Umfang städtische Kindertageseinrichtungen künftig Praktikumsmöglichkeiten für Auszubildende der generalistischen Pflegeausbildung bereitstellen können. Mit einer Behandlung der Anfrage wird in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 16. September 2026 gerechnet.
Parallel dazu wurden bereits erste Gespräche mit kirchlichen und privaten Trägern aufgenommen, um zusätzliche Praktikumsmöglichkeiten für Pflegeauszubildende in Kindertagesstätten zu schaffen.
„Uns geht es nicht darum, Probleme zu verwalten, sondern Lösungen anzustoßen. Deshalb haben wir unmittelbar nach dem Gespräch die nächsten Schritte eingeleitet und weitere Träger mit ins Boot geholt“, erklärt Nicolai Altnickel.
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die Integration internationaler Auszubildender. Viele angehende Pflegefachkräfte kommen eigens für ihre Ausbildung nach Deutschland. Dabei wurde deutlich, dass gerade in den ersten Monaten häufig Unterstützung bei organisatorischen Fragen und der Orientierung vor Ort benötigt wird.
Auch hier konnten bereits erste Kontakte vermittelt werden. „Gerade die ersten Monate entscheiden häufig darüber, wie gut junge Menschen in einer neuen Umgebung ankommen. Oft helfen schon ein Ansprechpartner, ein offenes Ohr oder Unterstützung bei alltäglichen Fragen. Deshalb freue ich mich, dass wir hier bereits erste Kontakte zu ehrenamtlichen Unterstützungsstrukturen herstellen konnten“, erklärt Klaus Deichmann, der die weiteren Gespräche begleiten wird.
Für den Arbeitskreis zeigt der Besuch, dass aus dem direkten Austausch mit den Einrichtungen konkrete Maßnahmen entstehen können. Ziel bleibt es, die Pflegeausbildung zu stärken, Fachkräfte zu gewinnen und den Gesundheitsstandort Iserlohn langfristig zu sichern.

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