„Wiederaufforstung ist ein „Langstreckenlauf“
Iserlohn. Unter der Überschrift „Waldstadt Iserlohn – leben und arbeiten im Grünen“ hat die heimische CDU und ihre Bürgermeisterkandidatin Burcu Öcaldi zu einem gemeinsamen Austausch mit NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen eingeladen. Der Einladung gefolgt waren zahlreiche Waldbesitzer, Jäger, Landwirte und Vertreter des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV). In ihrem Vortrag stellte die Ministerin die besondere Bedeutung des Waldes als bedeutender Wirtschaftsfaktor heraus.
Einen schweren Schlag erfuhr der Forst durch die Borkenkäferplage und den großflächigen Verlust der Nadelhölzer, allen voran der Fichte als bevorzugten „Brotbaum des Wirtschaftswaldes“. Man wird jedoch in Zukunft nicht komplett auf Nadelhölzer verzichten können, allerdings stellen die Wetterextreme und die sich verändernden Jahreszeiten neue Herausforderungen an die Neuanpflanzungen. Die Aufforstung verglich die Landwirtschaftsministerin mit einem Langstreckenlauf und unterstrich in diesem Zusammenhang die hohe Professionalität bei den Waldbesitzern sowie Forstbetriebsgemeinschaften. Alle Ebenen stehen in einem engen Austausch. Allein im Jahr 2025 stehen 16 Millionen Euro für die forstwirtschaftlichen Maßnahmen zur Verfügung.
Insgesamt müssen „Wald und Wild zusammengedacht gedacht werden“, d.h. Jäger, Förster und Waldbesitzer sind bei einem aktuellen Problem wie der „Afrikanischen Schweinepest (ASP)“ gemeinsam gefordert. Dank der umfangreichen Maßnahmen und den eingerichteten Sperrzonen konnte die Tierseuche gut gehandhabt werden. Wichtig ist, dass Tierkadaver umgehend gemeldet werden und keine Essensreste im Wald verbleiben.
Auch das Thema „ Gefahr durch den Wolf“ wurde in dem gemeinsamen Austausch angesprochen. Ministerin Gorißen machte deutlich, dass dieses Thema lange Zeit hochideologisch betrachtet wurde. Wichtig ist die Beherrschbarkeit des Wolf-Bestandes und damit auch eine Reduzierung der Gefahr durch den Wolf. Dafür wurde der Schutzstatus des Wolfs von „streng geschützt“ auf „geschützt“ herabgestuft. Bürgermeisterkandidatin Burcu Öcaldi hielt am Ende des umfangreichen Austausches fest: Wenn sie Bürgermeisterin von Iserlohn ist, wird sie einen Austausch des gewählten Teilnehmerkreises verstetigen.