CDU-/SPD-/FDP-Antrag: Ärztliche Versorgung im ländlichen Raum

21. Dezember – 03. Januar: Fraktionsbüro geschlossen
23. November 2017
CDU-Anfrage: Verkehrssituation zu Spitzenzeiten
28. November 2017

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

mit ihrer Anfrage vom 17. August 2017 hat die CDU-Fraktion das Thema „Ärztliche Versorgung im ländlichen Raum“ in den Fokus der politischen Diskussion gerückt. Die Beratungen haben deutlich gemacht, dass in den Ortsteilen der Stadt Iserlohn wie z. B. in Sümmern bereits kurz- und mittelfristig Handlungsbedarf auf Grund der Altersstruktur der Ärzteschaft besteht. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass sich der ärztliche Versorgungsgrad mit 106,9% bezogen auf die Gesamtstadt noch als sehr zufriedenstellend erweist. Seitens der SPD-Fraktion wurde in diesem Zusammenhang vorgeschlagen, künftig wieder einen „Arbeitskreis Gesundheitsversorgung“ einzurichten. Bereits im Jahre 2013 war ein solcher Arbeitskreis auf Antrag der CDU eingerichtet worden, der sich schwerpunktmäßig mit der Krankenhaussituation in Iserlohn befasst hat.
Die Fraktionen von CDU, SPD und FDP beantragen daher die Aufnahme des o.a. Tagesordnungspunktes in die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung und stellen zu dazu folgenden Antrag:

1. Die Stadt Iserlohn richtet einen „Arbeitskreis Gesundheitsversorgung“ ein.
2. Die Stadt Iserlohn erstellt unterschiedliche Fördermodelle für die Niederlassung vertragsärztlich tätiger Hausärzte.
3. Das Stadtmarketing erarbeitet eine Image- und Marketingkampagne für die Ansiedlung von Ärzten in Iserlohn.

Begründung/Erläuterung:
Wie bereits eingangs ausgeführt, besteht auch für die Stadt Iserlohn ein kurz- und mittelfristiger Handlungsbedarf bei der ärztlichen Versorgung auf Grund der Altersstruktur bei den Hausärzten. Es wäre geradezu fahrlässig, die Ansiedlung von Ärzten im „Mittelbereich Iserlohn“ der Kassenärztlichen Vereinigung einfach nur „dem Zufall zu überlassen“. Wie der Beantwortung der CDU-Anfrage in Drucksache 9/1923 zu entnehmen ist, werden in anderen Städten und Kreisen kommunale Modelle zur Förderung der ärztlichen Versorgung außerhalb von Großstädten und Ballungszentren aufgelegt. So hat auch der Märkische Kreis ein Stipendienförderprogramm für die Ansiedlung junger Ärzte ins Leben gerufen. Nach Auffassung der Fraktionen von CDU, SPD und FDP sollte auch die Stadt Iserlohn mit einem eigenen Förderprogramm den absehbaren Problemen entgegenwirken.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Schmitt                                                            Michael Scheffler
stellv. CDU-Fraktionsvorsitzender                            stellv. Bürgermeister

Detlef Köpke
FDP-Fraktionsvorsitzender