CDU-Fraktion wanderte von der südlichen Altstadt bis zum Forsthaus Löhen

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Iserlohn. Die Iserlohner CDU unternahm während der sitzungsfreien Sommerpause wieder eine politische Fraktionswanderung. Bei bestem Spätsommerwetter wanderten die Mitglieder der Fraktion gemeinsam mit weiteren CDU-Mitgliedern und interessierten Bürgerinnen und Bürgern gut fünf Kilometer durch den Iserlohner Süden.

Geplante Haltepunkte auf ihrem Weg waren zunächst der Fritz-Kühn-Platz, der Radweg an der ehemaligen Bahntrasse sowie der Stadtbahnhof, wo die Leiterin des Iserlohner Ordnungsamtes, Angela Schunke, über die aktuelle Situation vor Ort berichtete. Gerade diese drei Orte waren in den vergangenen Monaten immer wieder in der medialen Berichterstattung aufgetaucht. Alkohol- und Drogenmissbrauch, tätliche Angriffe und starke Verschmutzung haben mit Recht die Iserlohnerinnen und Iserlohner erregt. „Beim Thema Sicherheit und Ordnung ist höchster Handlungsbedarf in unserer Stadt gefordert“, unterstreicht noch einmal CDU-Fraktionschef Fabian Tigges. „Man muss ja beispielsweise nur einen Blick in das Gleisbett werfen um zu sehen, dass jede Kritik der letzten Wochen an der Vermüllung des Bahnhofs gerechtfertigt ist. Auch der neugestaltete Fritz-Kühn-Platz sollte für alle Iserlohnerinnen und Iserlohner ein Ort für Freizeitgestaltung und Naherholung sein. Angsträume dulden wir nicht.“ Die Christdemokarten begrüßen zudem die geplante Installation einer Webcam am Fritz-Kühn-Platz. Die erneute CDU-Forderung nach Videoüberwachung steht allerdings weiterhin im Raum.

Vom Stadtbahnhof ging es dann weiter zum gegenüberliegenden Seniorenzentrum Waldstadt, wo der Leiter, Meinolf Breimhorst, die rund 35 Teilnehmer der Wanderung über die Entwicklungen im Bereich Pflege informierte. Als ein großes und stark
zunehmendes Problem sieht er den Personalmangel. „Hat es früher noch auf eine ausgeschriebene Stelle 50 oder 60 Bewerber gegeben, gibt es heute noch drei“, so Breimhorst.

Nächste Station der Route war das Parktheater, wo CDU-Ratsfrau Eva Kirchhoff über die Planungen für die Erweiterung des Theaters auf der Nordwestseite referierte. Da die Parkhalle sich in einem Zustand befindet, der sehr hohe Investitionen in die Sicherung und Bespielbarkeit der Halle für die nächsten Jahre hervorruft, hatten CDU- und SPD-Fraktion vor zwei Jahren einen Antrag auf Überplanung der Alexanderhöhe gestellt. Durch einen architektonisch attraktiven Erweiterungsbau an das Theater soll die Möglichkeit geschaffen werden, Feste für 1000 Personen zu ermöglichen. Diese Größe würde die Vermarktungsmöglichkeiten des Parktheaters ausweiten und somit für die Zukunft sichern. Der Abriss der Parkhalle würde eine neue, attraktive Grünfläche schaffen, wie sie vor dem Bau der Halle bestanden hatte.

Vom Rupenteich durch den Stadtwald

Dass die Rupenteiche bereits vor über 220 Jahren als Industrieteiche zum Bleichen von Wäsche angelegt wurden, mit dieser Information überraschte Karsten Meininghaus, 3. stellv. Bürgermeister, seine Zuhörer während seines Vortrages am oberen Rupenteich im früheren Stadtpark. Noch fehlte es an Wasser trotz erneuter Abdichtungsarbeiten im Bereich des Dammbauwerks der Teiche. Bereits seit den ersten Sanierungsarbeiten in 2014 weisen die beiden Teiche Lecks auf. Die Christdemokraten hoffen, dass die erneuten Arbeiten endlich Früchte tragen, damit die städtische Grünflächenabteilung mit der Rekonstruktion der alten Parkanlage beginnen kann.

Vom Rupenteich ging es dann für die Fraktion durch den Iserlohner Stadtwald, auf dem die Stadtförsterin Julia Borghoff die Teilnehmer begleitete. Die Gesamtfläche des Stadtwaldes umfasst 1.250 ha. Der größte Teil davon befindet sich im südlichen Teil der Stadt. Nach Orkan Kyrill in 2007 haben umfangreiche Aufforstungsmaßnahmen stattgefunden. „Teilweise hat sich der Wald aber auch selbst wieder aufgeforstet“, berichtete Borghoff, wie man an der einen oder anderen Stelle jenseits der Wanderwege erkennen konnte. Wichtig sei, so die Försterin, dass man das Prinzip der Nachhaltigkeit im Blick hat: „Was wir heute pflanzen, werden erst nachfolgende Generationen nutzen können. An aktuellen Holztrends beispielsweise können wir uns nicht orientieren.“

Nach gut zweieinhalb stündiger Wanderung wurde ins Forsthaus Löhen eingekehrt. „Immer wieder ein tolles Format um sich aktuelle Themen in Iserlohn einmal gemeinsam anzuschauen“, bemerkte Fabian Tigges zum Ende einer gelungenen Veranstaltung am Freitagabend.

 

Bildunterschrift: Karsten Meininghaus (1.v.l.) mit Fabian Tigges und Julia Borghoff vor dem Rupenteich während seines Kurzvortrages