CDU-Antrag: Erstellung eines Masterplanes für die Berufsfeuerwehr Iserlohn

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Mehr Personal, weniger Arbeitsbelastung, bessere räumliche und technische Ausstattung: Die CDU sieht dringend Handlungsbedarf bei der Iserlohner Berufsfeuerwehr und stellt daher einen Antrag:

Sehr geehrter Herr Barth,

die CDU-Fraktion bittet Sie um die Aufnahme des o.g. Tagesordnungspunktes in die nächste Sitzung des Feuerwehrausschusses.

Begründung:
Die derzeitige Situation bei der Berufsfeuerwehr Iserlohn ist aufgrund der personellen Situation und der daraus resultierenden Arbeitsüberlastung, sowie der räumlichen Situation und der technischen Ausstattung (Digitalisierung) sehr unbefriedigend. Auch unter Berücksichtigung einiger Maßnahmen, die in Planung sind, ist es dringend erforderlich schnellstens Verbesserungen umzusetzen:

1) Die personelle Situation ist aus vielen Gründen zu überplanen. Hierzu gehören Einstufungen der Mitarbeiter (unabhängig von „alten“ Vergleichswerten KGST), die Anzahl der Mitarbeiter und die Planung des Personalbedarfes für die nächsten zehn Jahre. Der Abbau von zahlreichen Überstunden gelingt nur über Einstellungen. Mehrfach schon wurde auch in den Sitzungen des Feuerwehrausschusses dieses Problem angesprochen und auch in der Verwaltung angenommen. Hierzu gehört ein Programm zur Personalbindung und auch Wertschätzung der Mitarbeiter, die nicht vergleichbar mit anderen Verwaltungstätigkeiten durch den 24-Stunden-Dienst sind. Insbesondere ist der kürzlich durch den Kreistag
verabschiedete neue Rettungsdienstbedarfsplan zu beachten. In diesem Zusammenhang ist auch zu prüfen, inwieweit beim Rettungsdienst des Kreises Zulagen gezahlt werden, obwohl dort die Fallzahlen geringer sind als in Iserlohn.

2) Die räumliche Situation ist in den letzten Jahren durch zahlreiche Baubeschlüsse für Gerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehr zur Förderung des Ehrenamtes in den Hintergrund geraten. Hier ist mit höchster Priorität die Planung auch seitens des Kommunalen Immobilien Managements oder mit fremder Hilfe umzusetzen. Dieser Gebäude-Komplex ist vor Jahrzehnten für ca. 40 Mitarbeiter und dem damaligen Stand der Technik geplant worden. Inzwischen sind fast dreimal mehr Mitarbeiter dort tätig. Der bauliche Zustand ist insbesondere unter dem Gesichtspunkt der verantwortungsvollen Aufgabe der Feuerwehr-Mitarbeiter, die 24 Stunden dort vor Ort sind, für die heutige Zeit untragbar.

3) Digitalisierung ist in der heutigen Zeit zwingend erforderlich. In den letzten Jahren ist auch auf Antrag der CDU sehr viel in den Technik-Bereich investiert worden, um die Versäumnisse von vor mehr als zehn Jahren auszugleichen. Allerdings ist durch die personelle Situation im IT-Bereich der Feuerwehr ein enormer Anwendungsstau entstanden, der sehr schnell abgebaut werden muss. Die Einsicht zur Einstellung von Fachpersonal für diesen Bereich muss auch endlich vom Bereich 11 der Kernverwaltung eingesehen werden.

Die drei genannten Punkte müssen in ein Gesamt-Projekt für die Zukunftsfähigkeit der Berufsfeuerwehr Iserlohn münden. Viele diverse Einzelpunkte der Gespräche sind nicht explizit aufgeführt. Dazu ist auch ein separater Workshop mit Besichtigung des Gebäudekomplexes und Vorstellung des technischen Einsatzgeschehens erforderlich. Einige Einzelmaßnahmen sind bereits im Fluss – aber nur die Gesamtheit der Maßnahmen wird zur Motivation der Mitarbeiter beitragen.

Mit freundlichen Grüßen

Fabian Tigges
CDU-Fraktionsvorsitzender