CDU-Antrag: Erfassung von Angsträumen

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Lesen Sie hier den Antrag an den Haupt- und Personalausschuss:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Iserlohn beantragt die Aufnahme des o.a. Tagesordnungspunktes für nächste Sitzung des Haupt- und Personalausschusses.

Begründung:
Der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Iserlohn ist das Thema Sicherheit und Sicherheitsgefühl immer ein wesentliches Anliegen. In den letzten Jahren wurde dies immer wieder durch Anträge zum Beispiel der Verstärkung der Iserlohner Ordnungskräfte in den Mittelpunkt gerückt worden, um damit auch das objektive und subjektive Sicherheitsgefühl der Iserlohner Bevölkerung in bestimmten Bereichen zu verbessern. In der Tagesschau wurde diesbezüglich vor einigen Tagen ein interessanter Aspekt in den Fokus genommen, der aus Sicht der CDU-Fraktion auch in Iserlohn genauer in Augenschein genommen werden sollte.

Wir zitieren hier den Bericht aus der Mediathek der Tagesschau vom 12. August 2020:
„Ob Berlin, Hamburg, Köln oder München: Mädchen und Frauen fühlen sich in keiner dieser Großstädte sicher. Eine Umfrage des Kinderhilfswerks Plan ergab, dass jede fünfte Befragte schon einmal belästigt, verfolgt oder bedroht wurde.
Mädchen und Frauen fühlen sich einer digitalen Umfrage zufolge in den Großstädten Berlin, Hamburg, Köln und München nicht immer sicher. Das geht aus einem Bericht hervor, den das Kinderhilfswerk Plan vorgestellt hat. Plan-Chefin Maike Röttger sagte: „Unsere Befragung hat deutlich gemacht, dass Mädchen und junge Frauen auch in deutschen Großstädten täglich sexuell belästigt, verfolgt, bedroht und beleidigt werden.“ Dadurch werde ihnen ihr Recht verwehrt, sich sicher und frei in ihrer Stadt zu bewegen – um zur Arbeit oder zur Schule zu kommen, sich mit Freundinnen zu treffen oder auszugehen. Insgesamt haben knapp 1000 Mädchen und Frauen im Alter von 16 bis 71 Jahren von Januar bis März 2020 an der Umfrage teilgenommen. Auf einer interaktiven Karte setzten sie sogenannte Pins, also Markierungen, an Orte, die sie als sicher oder unsicher erlebt haben.
Mit Abstand am unsichersten fühlen sich Mädchen und Frauen „auf der Straße“. Darauf folgen in allen Städten die Ortskategorien „öffentliche Verkehrsmittel“ und „Grünanlagen“. Die am häufigsten genannten Gründe für ein unsicheres Gefühl sind dabei Begegnungen mit Personengruppen, die Alkohol oder Drogen konsumieren, zudem schlecht beleuchtete Wege und Parks sowie einsame Gegenden, in denen Hilfe im Notfall fehlen würde.“

Aus Sicht der CDU-Fraktion macht es Sinn, auch in Iserlohn eine entsprechende Online-Befragung zu initiieren, um Angsträume gezielter zu erfassen und entsprechende Maßnahmen an diesen Stellen zu erreichen. Deshalb beantragt die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Iserlohn kurzfristig die entsprechende (Online-) Erfas-sung einer solchen Fragestellung.

Mit freundlichen Grüßen

Angela Plötz
Ratsmitglied