CDU-Antrag: Das digitale Bürgerbüro

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Die CDU stellt einen Antrag zum digitalen Bürgerbüro. Dabei sollen sich Online-Service und persönlicher Service vor Ort nicht ausschließen. Lesen Sie hier mehr dazu:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Ahrens,

im Namen der CDU Fraktion im Rat der Stadt Iserlohn beantragen wir die Aufnahme des o.g. Tagesordnungspunktes in die nächste Sitzung des Haupt- und Personalausschusses.

Begründung:
Laut einer Studie des Branchenverbands Bitkom verschwenden die Bundesbürger zu viel Wartezeit in Ämtern. Knapp zwei Stunden durchschnittlich müssen die Bürgerinnen und Bürger für Behördengänge aufwenden. Häufig müssen sie sich für ihren Besuch bei der Stadtverwaltung sogar extra Urlaub nehmen.

Ziel der Iserlohner CDU ist es deshalb, eine bürgerfreundlichere Verwaltung zu schaffen, in der verschiedene Dienstleistungen für alle Bürgerinnen und Bürger online nutzbar gemacht werden. Angefangen von der Beantragung eines Reisepasses über die Anmeldung für den Kindergarten oder die Schule bis hin zum Buchen und Bezahlen eines Tickets für eine Konzertveranstaltung im Parktheater – alles soll zukünftig auch am Bildschirm möglich sein.

Neben dem Online-Service soll es nach Auffassung der CDU aber nach wie vor möglich sein, Dienstleistungen der Stadt, bei denen eine persönliche Beratung erforderlich oder gewünscht ist, auch in einem zentralen Bürgerbüro zu erhalten. Das Angebot der städtischen Bürgerbüros sollte daher ebenso mit Blick auf die fortschreitende Digitalisierung als auch den Servicegedanken konsequent überdacht und weiterentwickelt werden.

Zukünftig sollen nicht nur Leistungen der Stadtverwaltung sondern auch der Sparkasse, der Stadtwerke, der Iserlohner Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (IGW) und der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GfW) gebündelt angeboten werden. Aus Sicht der CDU sollte das neue Bürgerbüro im Rahmen der Neuplanung des Schillerplatzes aus dem Rathaus in moderne Räume direkt an den Schillerplatz umziehen. Möglichst viele Dienstleistungen sollen miteinander vernetzt werden.

Mit dem Antrag zur REGIONALE 2025 hat die CDU darüber hinaus die Einrichtung von Servicepunkten in den Iserlohner Ortsteilen im Kontext des Konzerns Stadt angeregt. Denkbar wären Servicepunkte, an denen neben den Angeboten der Stadtverwaltung auch weitere Serviceangebote von Stadtwerken, Sparkasse, IGW, Post oder Stadtbibliothek angeboten werden könnten. Mithilfe einer elektronischen Checkkarte („Waldstadtcard“) könnten die Räume rund um die Uhr betreten und die Service-Schalter genutzt werden. Auch die Vereinbarung von persönlichen Beratungsgesprächen in den Servicepunkten wäre denkbar. Bei der Stadtbücherei online bestellte Bücher und Medien könnten direkt in Paketboxen in die Servicepunkte in die Stadtteile geliefert und dort abgeholt werden.

Beschlussvorschlag:

1. Die Verwaltung wird beauftragt, dass Konzept der städtischen Bürgerbüros mit Blick auf die fortschreitende Digitalisierung und dem Servicegedanken konsequent zu überdenken und weiterzuentwickeln. Die Verwaltung wird gebeten, auf der Basis der in diesem Antrag formulierten Ideen bis Mitte 2019 ein Konzeptentwurf für ein digitales Bürgerbüro dem Haupt- und Personalausschusses vorzulegen. Das Konzept soll in enger Abstimmung mit den städtischen Gesellschaften entstehen und anschließend in den Qualifizierungsprozess zur Regionale 2025 einfließen.

2. Auf der Basis dieses Konzepts wird in Zusammenarbeit mit der Schillerplatz GmbH ein Raumprogramm für ein Bürgerbüro entwickelt und den politischen Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt.

3. Nachdem die Sparkasse Iserlohn angekündigt hat, sich aus einigen Filialen in den Ortsteilen zurückzuziehen, fanden erfolgreiche Gespräche zwischen der Sparkasse und der IGW mit dem Ziel statt, die Immobilien zu erwerben. Neben einer Wohnnutzung sind für die IGW grundsätzlich auch Einzelhandels- und Praxisräume in den Immobilien darstellbar. Die ehemaligen SB-Räume der Sparkasse könnten zu Servicepunkten umfunktioniert werden. Die Verwaltung wird gebeten, gemeinsam mit der Sparkasse und der IGW ein Konzept für die Nutzung der SB-Räume auszuarbeiten.

4. Die Verwaltung wird gebeten, gemeinsam mit der Sparkasse Iserlohn ein Konzept für eine Check-Karte der Stadt Iserlohn („Waldstadtcard“), mit der sich alle Iserlohner Bürgerinnen und Bürger zukünftig authentifizieren und den Bürgerservice der Stadt und der städtischen Gesellschaften in Anspruch nehmen können, zu entwickeln.

Mit freundlichen Grüßen

Fabian Tigges                                                                       Michael Schmitt
CDU-Fraktionsvorsitzender                                              stellv. CDU-Fraktionsvorsitzender