Sicherheit hat für CDU nach wie vor höchste Priorität

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Die Sicherheit der Iserlohner Bürgerinnen und Bürger hat für die CDU-Fraktion nach wie vor höchste Priorität. Immer wieder fordern die Christdemokraten in Anträgen und Anfragen eine bessere Überwachung, darunter fallen beispielsweise die Reaktivierung der gemeinsamen Streifengänge von Polizei und Ordnungsbehörde, regelmäßige Sprechstunden von Polizei und Ordnungsbehörde in den Stadtteilen sowie ein Sicherheitskonzept für die südliche Innenstadt.
Auch besonders das Thema Videoüberwachung wurde seitens der heimischen CDU immer wieder auf die Tagesordnung gebracht. Schon vor einigen Jahren hatte die Fraktion eine bessere Überwachung öffentlicher Plätze gefordert – zuletzt im vergangenen Sommer für den Fritz-Kühn-Platz und die neue Lennepromenade.

IKZ-Artikel vom 28.04.2017:

Das Sicherheitsgefühl verstärken

Iserlohn.  Die Stadt will zusätzliche Stellen beim Ordnungsamt einrichten, um wieder mehr Personal auf die Straße zu bringen – insbesondere auch im Spätdienst.

Sicherheitsgefühl – das ist eine äußerst subjektive Sache. Mit jedem Anschlag, wie zuletzt in Berlin oder jüngst auf die Fußballmannschaft von Borussia Dortmund, keimen Ängste in der Bevölkerung neu auf. Aber auch im kleineren Maßstab sorgt Gewalt für Verunsicherung. Beispiel sind die Attacken eines Schläger-Pärchens, das Anfang des Jahres in der Iserlohner Südstadt einem Partygast auf offener Straße brutal zusetzte.

Im Stadtrat bohrten CDU und Grüne mit einem gemeinsamen Antrag vor Wochen erneut nach in Sachen „Sicherheit“. Zielrichtung: Ordnungsamt und Polizei sollen ihre Zusammenarbeit intensivieren und künftig bei gemeinsamen Streifengängen wieder stärker Präsenz zeigen. Wünschenswert seien überdies mehr öffentliche Sprechstunden, um Polizei, Ordnungsamt und Bürger stärker in den Dialog zu bringen. Das soll bei den Bewohnern Hemmschwellen abbauen, um auf Gefahrenstellen und mögliche Sicherheitsrisiken hinzuweisen.

Enge Zusammenarbeit gibt es schon seit Jahren

Neu sind diese Gedanken für „Ordnungspartnerschaften“ in Iserlohn keineswegs. „Die enge Zusammenarbeit zwischen Polizei und Ordnungsamt gibt es schon seit Jahren“, erklärt Angela Schunke. Sie ist Bereichsleiterin für „Sicherheit und Ordnung“ bei der Stadtverwaltung.

Als Beispiele nennt sie gemeinsame Streifengänge, aber auch Informationsstände für Bürger – etwa auf dem Schillerplatz, in Letmathe oder Anfang Februar in Hennen. Für das Frühjahr ist außerdem eine Aktion zum Radfahren in der Innenstadt geplant. Gemeinsames Ziel: das persönliche Sicherheitsgefühl der Menschen auf unterschiedlichen Ebenen zu stärken.

Doch zwischen Theorie und Praxis klafft in Sachen „Sicherheit“ eine deutliche Lücke. Auf dem Papier gehören acht Mitarbeiter zum Außendienst-Team des Ordnungsamts – vier in der Frühschicht und vier in der Spätschicht. Aber nicht alle Stellen sind in Iserlohn auch wirklich mit Personal besetzt. Gemeinsame Streifengänge waren deshalb zuletzt eher rar.

In Zukunft will die Stadt wieder mehr Personal auf die Straße bringen. Vorgesehen sind zwei zusätzliche Stellen, die dann das Team der Spätschicht aufstocken sollen, erläutert Angela Schunke. Dazu brauche die Stadt aber noch die Zustimmung des Märkischen Kreises als Aufsichtsbehörde, die Stellen müssen zudem ausgeschrieben werden. Und die neuen Kollegen benötigen Zeit, um sich zunächst einzuarbeiten.

Auch mal die gelbe oder rote Karte zeigen

Gefragt sind Bewerber mit Verwaltungsausbildung für eine „interessante, aber auch verantwortungsvolle Aufgabe“, schildert Angela Schunke. Gespräche mit den Bürgern, Hilfe mit Rat und Tat gehören dazu. Aber auch unangenehme Situationen, wenn es bei Kontrollen gilt, mal die gelbe oder rote Karte zu zeigen.

 
Quelle: Jörg Kleine, Iserlohner Kreisanzeiger (IKZ) vom 25.04.2017