IKZ-Pressebericht: Rotes Schwedenhaus mit Literatur für die Iserlohner Heide

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Lesen Sie hier den Artikel des Iserlohner Kreisanzeigers über den neuen Bücherschrank – ein erfolgreich umgesetzter Antrag der CDU-Fraktion:

Iserlohn. Es gibt Menschen, die Bücher lieben und sammeln – bis sie irgendwann nicht mehr wissen wohin damit. Und es gibt Menschen, die gerne Lesen würden, aber die Kosten oder den weiten Weg zur Bücherei in der Innenstadt scheuen. Die Lösung, die beide Gruppen glücklich macht? Ein öffentlicher Bücherschrank, wie es ihn nun im Quartierstreff Heide-Hombruch gibt.

„Wir alle wissen, wie wichtig Lesen und Vorlesen für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist“, sagt David Bastian, Leiter des Quartierstreff, wo der rote Bücherschrank vor dem Eingang seinen festen Platz gefunden hat. Das Projekt geht zurück auf einen Antrag von Angela Plötz (CDU) im Kulturausschuss vom Februar 2018. Jetzt steht der rote Schrank fertig da und wartet auf die ersten Leseratten.

Private Buchtausch-Börsen, die unkompliziert und ohne Verpflichtung genutzt werden können, liegen voll im Trend: Einfach Tür auf, ein Buch aussuchen, Tür zu – und nach dem Lesen zurückbringen! Am besten zusammen mit vielen anderen Schmökern, die zuhause die übervollen Bücherregale füllen – so stellt sich auch Jochen Köhnke, Ressortleiter für Kultur und Integration, das Prinzip vor und sagt: „Ich freue mich, dass wir nun auch in Iserlohn so ein Angebot haben und bin sicher, dass es rege genutzt wird.“

„Der Bücherschrank war ein tolles Projekt für die Teilnehmer des Holzwerk-Kurses. Sie haben sich gefreut, an etwas Sinnvollem mitzuarbeiten und der Bevölkerung etwas zurückzugeben“, sagt Petra Langhals, die den Bereich bei der Stadt betreut. Die jungen Frauen und Männer – darunter Flüchtlinge aus Syrien, dem Iran, Afghanistan und Afrika, aber auch Langzeitarbeitslose – seien von Anfang an mit Feuereifer bei der Sache gewesen. Der Bücherschrank sei für die „Holzwerker“ eine Möglichkeit gewesen, neue Fertigkeiten zu erwerben, die sie – so das Ziel – eines Tages fit machen sollen für den Ersten Arbeitsmarkt. Unter der Anleitung von Rainer Wortmann wurde erst eine Zeichnung erstellt und dann alle Schritte genau geplant. Die Teilnehmer haben dabei den Umgang mit gefährlichem Werkzeug und dem Rohstoff Holz gelernt – der erste Schritt für manchen zu einem Ausbildungsplatz. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Es erinnert an ein kleines rotes Schweden-Häuschen, mit Fenstern und einem Sattel-Dach, viel schöner als ein langweiliger Bücherschrank. „Alle, die daran mitgearbeitet haben, waren stolz auf das Ergebnis“, erklärt Wortmann.

 

 

Quelle: Iserlohner Kreisanzeiger vom 27.11.2018 // Miriam Mandt-Böckelmann // www.ikz-online.de