IKZ-Bericht: CDU fordert die Erschließung neuer Industriestandorte

CDU-Pressemitteilung: “Wohnen am Fluss”
31. Januar 2018
CDU-Antrag: Zuschuss Dorfhalle Stübbeken
19. Februar 2018
alle anzeigen

Der Duloh-Nord an der B7: Hier könnte beispielsweise ein interkommunales Gewerbegebiet mit Hemer entstehen.

Iserlohn. Die CDU macht sich weiter für neue Gewerbeflächen stark. Sieben Anträge habe seine Partei in den vergangenen zehn Jahren bereits auf den Weg gebracht, so der Fraktionsvorsitzende Fabian Tigges, um die Erschließung neue Gewerbeflächen zu erwirken – allerdings bisher ohne den gewünschten Erfolg. Heute wird das Thema auf eigenen Antrag erneut im Stadtrat behandelt. Gestern haben die Christdemokraten die Dringlichkeit des Themas bereits in einer öffentlichen Fraktionssitzung diskutiert. Zu Gast waren Jochen Schröder von der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis und Thomas Junge von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Iserlohn.

„Die Bodenschätze sind bald erschöpft“, zitierte Jochen Schröder einen Artikel der Heimatzeitung aus dem Jahr 2013, der bereits auf die schwindenden Reserven an Gewerbeflächen hingewiesen hatte. Er hat ein Regionales Konzept mit der Ausweisung von sogenannten Suchräumen als mögliche Flächen im Märkischen Kreis entwickelt und eine Bedarfsprognose bis 2035 erstellt. Sein Fazit: Es stehen bei weitem nicht genügend Reserveflächen zur Verfügung, um den hohen Bedarf an neuen Gewerbeflächen zu decken. „Wo soll die Reise für den Industriestandort hingehen?“, fragte er.

Ähnlich äußerte sich auch Thomas Junge, der meinte, wenn das erste Unternehmen mit 50 oder 100 Beschäftigten abwandert, weil es in Iserlohn nicht mehr expandieren kann, dann werden alle fragen, wie es dazu kommen konnte. Was die Erschließung neue Flächen angehe, sei es inzwischen schon Viertel nach zwölf: „Es gilt, in die Hände zu spucken und loszulegen.“

Thomas Junge sieht realistische Chancen, landwirtschaftliche Flächen im Kalthofer Norden für ein neues Gewerbegebiet gewinnen zu können. Und Jochen Schröder rät dringend dazu, die begonnenen Gespräche mit der Stadt Hemer für ein interkommunales Gewerbegebiet in Landhausen fortzusetzen.

Gleichwohl: Für die CDU waren die Beiträge eine Bestätigung für ihr dauerhaftes Bemühen um dieses Thema. Wie Michael Schmitt sagte, liege das Konzept des Kreises vor, und auch die Beschlusslage des Stadtrates von 2013 zur Entwicklung eines Konzeptes sei eindeutig: „Wir stehen Gewehr bei Fuß.“

 

Quelle: IKZ vom 06.02.2018